Deutsch-Polnischer Jugendpreis „Gemeinsam in Europa. Ein Ziel“

"Gemeinsam in Europa. Ein Ziel" lautete das Motto des Deutsch-Polnischen Jugendpreises für die Jahre 2017-2019. Das Deutsch-Polnische Jugendwerk hat den Preis zum Thema Vielfalt ausgeschrieben.

 

Um den Deutsch-Polnischen Jugendpreis bewarben sich 80 deutsch-polnische und trilaterale Projekte, von denen es 17 in die Finalrunde schafften. Dies bedeutete, dass 2018 diese Jugendbegegnungen zu unterschiedlichsten Fragestellungen von kultureller, religiöser, weltanschaulicher und sprachlicher Vielfalt umgesetzt wurden.

 

Am 14. Februar wurde in Berlin zum sechsten Mal der Deutsch-Polnische Jugendpreis verliehen, mit dem der Wettbewerb „Gemeinsam in Europa. Ein Ziel“ seinen Abschluss fand. Ausgezeichnet wurden die interessantesten deutsch-polnischen Jugendprojekte, die sich mit Vielfalt, Menschenrechten und Toleranz beschäftigten. In der Kategorie Schulaustausch gewann das Projekt „Musik der Begegnung – Musik der Verständigung“ der Katholischen Schule Bernhardinum Fürstenwalde und der Schule II Liceum Ogólnokształcące Gorzów Wielkopolski. In der Kategorie Außerschulischer Austausch ging der Preis an die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein Werftpfuhl und die Stiftung Fundacja Sztukmistrze Lublin für das Projekt Station Diversität im historischen Kontext. Die Projektpartner können sich über jeweils 3000 Euro freuen. 

 

Bei dem Projekt Musik der Begegnung – Musik der Verständigung haben musikbegeisterte junge Menschen aus Fürstenwalde und Gorzów Wielkopolski gemeinsam die „No Borders Band“ gegründet, zu der sie auch Musiker aus dem Nahen Osten eingeladen haben.  Sie haben eine kleine Tournee durch Schulen und andere Institutionen gemacht und begeisterten bei bisher insgesamt elf Auftritten 2.000 Menschen. In begleitenden Workshops arbeiteten die Teilnehmenden zum Thema Rassismus und lernten Fluchtgeschichten kennen, auch die ihrer eigenen Bandmitglieder.

 

Beim Projekt Station Diversität im historischen Kontext trafen sich junge Menschen aus Berlin und Krakau, um über Fragen zu Vielfalt, Diskriminierung und Ausgrenzung zu diskutieren. Sie besuchten die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Majdanek und arbeiteten in Workshops zu Musik, Film, Bühnenbild, Tanz und Malerei.  Während der Begegnungen entstand das Lied „Lepiej rozmawiać“ („Lass uns reden“) mit einem dazugehörigen Videoclip und die Video-Performance „Begegnungen“.

 

Neben den beiden Hauptpreisen vergab die deutsch-polnische Jury auch zwei Auszeichnungen. In der Kategorie Schulaustausch wurde das Projekt Ich kann nicht sprechen, aber ich kommuniziere der Pestalozzi-Schule Essen und der Szkoła Podstawowa nr 41 Specjalna in Zabrze geehrt. Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf verständigten sich mittels Gebärdensprache und entwickelten deutsch-polnische Kommunikationstafeln. Sie konnten mit Hilfe unterschiedlicher kreativer Workshops (Basteln, Foto, Film, etc.) die besondere Erfahrung machen, mit ihren Stärken wahrgenommen zu werden.

In der Kategorie Außerschulischer Austausch ging die Auszeichnung an die JUBI Unterfranken in Würzburg und die Stiftung Fundacja BEZLIK in Mikuszewo für das Projekt Grenzenlos. Jugendliche aus Deutschland und Polen, unter anderem mit Migrationshintergrund sowie jugendliche Sinti und Roma, nahmen gemeinsam an verschiedenen Workshops teil und stellten eine Theateraufführung zum Thema „Grenzenlos“ auf die Beine.

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PROJEKT-KALENDER

Kontakt

 

Dominik Mosiczuk

 

Tel.: +48 22 518 89 35

 

E-Mail: jugendpreis@dpjw.org

 

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