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Wege zur Erinnerung 2019 – ein Förderprogramm des Deutsch-Polnischen Jugendwerks für gemeinsame deutsch-polnische Gedenkstättenprojekte

Die schwierige deutsch-polnische Beziehungsgeschichte, insbesondere der Zweite Weltkrieg, dessen Ausbruch sich 2019 zum 80. Mal jährt, steht thematisch oft im Mittelpunkt deutsch-polnischer Jugendbegegnungen. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist eine notwendige Grundlage für Überlegungen zur Gegenwart und Zukunft. Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) bietet zum fünften Mal ein spezielles Programm zur Förderung deutsch-polnischer und trilateraler Gedenkstättenprojekte an. 

Lernen aus der Geschichte

Das DPJW möchte erreichen, dass noch mehr deutsch-polnische bzw. trilaterale Gruppen im Rahmen ihres Jugendaustausches eine NS-Gedenkstätte besuchen und das pädagogische Angebot der Gedenkstätten oder der Bildungseinrichtungen vor Ort nutzen.

Die geförderten Begegnungen sollen darauf abzielen, den Jugendlichen ein „Lernen aus der Geschichte für eine gemeinsame europäische Zukunft“ zu ermöglichen. Sie verstehen sich daher auch als ein Beitrag zum Kennenlernen des jeweiligen Nachbarn und zur Völkerverständigung.

Wichtig ist uns, dass die Jugendlichen erfahren, was in der Zeit des Nationalsozialismus an den jeweiligen besuchten Orten geschehen ist. Sie sollen Fragen zu den gesellschaftlichen Kontexten und Ursachen der Verbrechen erörtern.

Durch die Auseinandersetzung mit Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Gewalt und Vorurteile sollen die  jungen Menschen im Verlauf des Projekts Bezüge zu ihrer eigenen Gegenwart herstellen und Handlungsoptionen diskutieren. Angestrebt wird die Entwicklung von Zivilcourage und politischer Mündigkeit der Projektteilnehmenden.

Förderung mit vollen Festbeträgen und nach Sonderregeln

Projekte dieser Art erfordern eine besondere Vor- und Nachbereitung der Jugendlichen und Betreuungskräften sowie oft  eine Unterstützung durch die Pädagoginnen und Pädagogen der Gedenk­stätten oder  von anderen Bildungseinrichtungen vor Ort.

Aufgrund dieser Anforderungen möchte das DPJW mit seinem Förderprogramm diese Projekte finanziell besser unterstützen. Projekte, die den Kriterien des Förderprogramms entsprechen, erhalten die vollen Festbeträge für Pro­grammkosten, Sprachmittlung und Reisekosten ge­mäß den Richtlinien des DPJW.

Für die Tage, die in einer Gedenkstätte stattfinden und für die Tage, an denen das pädagogische  Angebot der Gedenkstätte oder einer inhaltlich spezialisierten Bildungseinrichtung genutzt wird, können Sie – unabhängig von der Art der Unterkunft – die Festbeträge für Bildungsstätten gemäß den DPJW-Richtlinien beantragen.

Bitte beachten Sie dabei die ab 2019 gültigen neuen DPJW-Festbeträge.

Jugendliche aus Polen, Deutschland und einem Drittland

Mit dem Förderprogramm möchten wir Jugendliche aus Deutschland, Polen und ggf. einem Drittland unterstützen, die gemeinsam eine NS-Gedenkstätte in Deutschland oder Polen besuchen und sich intensiv mit der Thematik des Nationalsozialismus auseinandersetzen.

Anträge können Schulen sowie Jugendgruppen und  -einrichtungen stellen.

Gedenkstätten im Sinne des Förderprogramms sind Orte des Erinnerns und des Gedenkens an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors: Stätten auf dem Gebiet der ehemaligen Ghettos, die damaligen Gefängnisse und Euthanasiestationen, Orte an denen Massenverbrechen stattfanden sowie die ehemaligen Arbeits-, Konzentrations- und Vernichtungslager.

Detaillierte Informationen, Kriterien des Förderprogramms und Hinweise zur Antragstellung finden Sie im Flyer in der rechten Spalte.

Antragstellung 

Die Antragstellung erfolgt direkt an das DPJW – online über das OASE-Portal oder über das DPJW-Antragsformular. Zusätz­lich zum Titel Ihres Projekts bitten wir den Namen des Förderprogramms „Wege zur Erinnerung“ zu vermerken.

Um das Projekt zum Programm „Wege zur Erinnerung“ anzumelden, füllen Sie bitte zusätzlich ein ergänzendes Online-Formular aus:

Termine

Anträge für Projekte, die 2019 stattfinden, können spätestens bis zum 15. Februar 2019 eingereicht werden.

Ob Ihr Projekt im Rahmen des Förderprogramms "Wege zur Erinnerung" unterstützt werden kann, erfahren Sie spätestens bis zum 31. März 2019.

Die Entscheidung der Jury ist endgültig und unanfechtbar – der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Bei der Programmgestaltung beachten Sie bitte auch die DPJW Handreichung – Hinweise zum Besuch von Gedenkstätten durch deutsch-polnische Gruppen (zum downloaden).

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PROJEKT-KALENDER

Kontakt

 

Piotr Kwiatkowski

(für den schulischen Austausch)

 

Tel.: +49 331 2847933 (für Anrufende aus Deutschland)

Tel.: +48 22 5188932 (für Anrufende aus Polen)

 

E-Mail: piotr.kwiatkowski[at]pnwm.org

 

 

Dorota Bastos

(für den außerschulischen Austausch)

 

Tel.: +49 331 2847931

 

E-Mail: dorota.bastos[at]dpjw.org