Drei Millionen Teilnehmende am deutsch-polnischen Jugendaustausch

Bereits drei Millionen Deutsche und Polen haben sich bei Projekten kennengelernt, die vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) gefördert wurden. Den symbolischen dreimillionsten Teilnehmenden gab es im Mai bei einem Projekt in Radowo Małe. Was gab es bei dieser Begegnung? Was machen ehemalige Austauschteilnehmende heute? Schauen Sie sich den Film an!

Lernen durch Praxis

Die Begegnung der Schülerinnen und Schüler von der Mittelschule Unterschleißheim und ihrer Partnerschule aus Radowo Małe (Westpommern) organisierten die Jugendbegegnungsstätte am Tower aus Oberschleißheim und der Verein „WIS” (Freie gesellschaftliche Initiativen). Seit fünf Jahren führen sie gemeinsam Jugendprojekte durch, an denen sich beide Partnerschulen beteiligen. Beim aktuellen Projekt beschäftigten sich die Jugendlichen mit Naturwissenschaften anhand konkreter Praxisbeispiele. Wie funktioniert ein Roboter? Wieso kann ein Ballon fliegen? Was ist eine mathematische Fadengrafik? Wie kann man mit einer App die Zutaten für eine Pizza ausrechnen? Während der gemeinsamen Workshops haben sich die Jugendlichen mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Sie haben geforscht, experimentiert und die Ergebnisse der eigenen Recherchen beschrieben. Bei der gemeinsamen Arbeit konnten sie ihre Vorlieben entdecken und sich davon überzeugen, dass Naturwissenschaften durchaus interessant sein können und nicht schwer sein müssen.

Ein Wendepunkt im Leben junger Menschen

„Jedes Jahr entscheiden sich rund 100.000 junge Menschen, an einem deutsch-polnischen Austausch teilzunehmen. Was bringt ihnen die Begegnung mit Gleichaltrigen von der anderen Seite der Grenze? Sie lernen, in einem internationalen Team zu arbeiten und entdecken und entwickeln eigene Stärken, um nur  einige  Vorteile zu nennen“, sagt die polnische DPJW-Geschäftsführerin Ewa Nocoń. „Die Teilnahme an einem Austauschprojekt ist für junge Menschen oft ein Wendepunkt in ihrem Leben. Das wissen wir aus Berichten von Menschen, die beim Jugendaustausch ihre ersten deutsch-polnischen Erfahrungen gesammelt haben und heute zum Beispiel für Institutionen arbeiten, die im Bereich der internationalen Zusammenarbeit tätig sind. Die ersten „Austauschkinder” sind heutzutage schon um die 50 Jahre alt.“

 

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) unterstützt seit 1991 den Aufbau friedlicher deutsch-polnischer Nachbarschaftsbeziehungen. Seit dieser Zeit förderte es über 75 Tausend Projekte, an denen über drei Millionen junger Menschen aus Deutschland und Polen teilgenommen haben.

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