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Wege zur Erinnerung 2017 - ein Förderprogramm des DPJW für gemeinsame deutsch-polnische Gedenkstättenprojekte

Das Programm…

Für das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) ist die schwierige Beziehungsgeschichte zwischen Deutschland und Polen ein wichtiges Element seiner inhaltlichen Arbeit. Bei vielen Begegnungen beschäftigen sich junge Deutsche und Polen mit dem Zweiten Weltkrieg und mit der deutschen Besetzung Polens. Das gemeinsame Kennenlernen und Erforschen der Vergangenheit bietet den Jugendlichen aus beiden Ländern eine Gelegenheit, sich auch mit der Gegenwart und mit der Zukunft auseinanderzusetzen.

Um den Dialog zwischen jungen Deutschen und Polen zu fördern, hat das DPJW 2017 bereits zum dritten Mal das Förderprogramm „Wege zur Erinnerung“ für gemeinsame deutsch-polnische Projekte in NS-Gedenkstätten ausgeschrieben und dafür 250.000 EUR zur Verfügung gestellt.

Die besonderen Förderkonditionen dieses Programms ermöglichen es Jugendlichen aus Deutschland und Polen, nicht nur NS-Gedenkstätten gemeinsam zu besuchen, sondern sich auch gründlich auf eine solche Fahrt vorzubereiten und sich eingehend mit dem Thema zu beschäftigen. Dabei sind auch Kooperationen mit Institutionen möglich, die sich auf dieses Themengebiet spezialisiert haben.

Projekte, die im Rahmen von „Wege zur Erinnerung” durchgeführt werden, müssen eine Reihe zusätzlicher Kriterien erfüllen, die sicherstellen, dass sich die Teilnehmenden gründlich auf das anspruchsvolle Thema des Austauschs vorbereiten, die eine vertiefte Analyse von schwierigen Fragestellungen ermöglichen und die Bezug auf reelle Probleme nehmen, mit denen junge Menschen heute konfrontiert sind.

Ziele erreicht!

Die Zahl der eingegangenen Projekte zeigt, dass in beiden Ländern ein sehr großes Interesse am Thema besteht. Der Jury wurden 63 Projekte zur Bewertung vorgelegt (29 außerschulische und 34 schulische), darunter zehn mit Jugendlichen aus einem Drittland.

Auf ihrer Sitzung im März befand die Jury von „Wege zur Erinnerung” 45 Projekte für förderwürdig (23 außerschulische und 22 schulische). Die übrigen Projekte erfüllten in der Regel die formalen Kriterien nicht und konnten daher nicht im Rahmen des Programms gefördert werden.

Im Vergleich zu den Vorjahren war nicht nur ein deutlicher Anstieg bei der Qualität der geplanten Programme zu verzeichnen, sondern die Projekte wiesen auch zunehmend einen lokalen Bezug auf. Die deutsch-polnischen (bzw. trilateralen) Jugendgruppen bereiteten einen Besuch von sehr unterschiedlichen – mehr oder weniger bekannten – NS-Gedenkstätten vor, die sich oftmals in der Nähe ihrer Heimatorte befinden. Hierdurch haben die Jugendlichen die Möglichkeit, die Geschichte ihrer Herkunftsregion genauer kennenzulernen – in Deutschland ebenso wie in Polen. Gleichzeitig können die Teilnehmenden direkte Bezüge zu aktuellen Problemen herstellen, auch mit Blick auf solche, die in ihrer unmittelbaren Umgebung bestehen. Bei der diesjährigen Ausschreibung war ein wesentlich größerer Einbezug der Teilnehmenden in die Programmgestaltung festzustellen. Sie konnten mitentscheiden, welcher Gedenkort besucht werden sollte und mit welchen Fragestellungen sie sich eingehender beschäftigen wollten.

Bei den Projekten im Programm „Wege zur Erinnerung“ erfahren die Jugendlichen zudem, was ihre Altersgenossen aus dem Nachbarland über dieselben geschichtlichen Fragestellungen denken. Im Fall von trilateralen Begegnungen lernen sie, auch die Perspektive eines dritten Landes zu berücksichtigen. Diese Elemente spiegelten sich ebenfalls in den eingereichten Projekten wieder.

Geförderte Projekte

Die beigefügten Tabellen dokumentieren, welche Projekte im Programm „Wege zur Erinnerung“ gefördert wurden.

Das DPJW gratuliert allen Beteiligten, wünscht ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung der geplanten Programme und ist gespannt auf die Berichte und Dokumentationen.

Kontakt

 

Piotr Kwiatkowski 

 

Deutsch-Polnisches Jugendwerk

(für den schulischen Austausch)

 

Tel.: +49 331 2847933 (für Anrufende aus Deutschland)

 

Tel.: +48 22 5188932 (für Anrufende aus Polen)

 

E-Mail: piotr.kwiatkowski@pnwm.org

 

 

Dorota Bastos

 

Deutsch-Polnisces Jugendwerk

(für den außerschulischen Austausch)

 

Tel.: +49 331-2847931

 

E-Mail: dorota.bastos@dpjw.org

 

 


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