Menü

Wege zur Erinnerung – Förderprogramm des Deutsch-Polnischen Jugendwerks für gemeinsame deutsch-polnische Gedenkstättenprojekte

Bereits zum zweiten Mal förderte das Deutsch-Polnische Jugendwerk im Rahmen eines Sonderprogramms deutsch-polnische und trilaterale Projekte zum Thema Nationalsozialismus.

Die Antragsfrist endete am 31. März. Insgesamt gingen 66 Projektvorschläge ein - 48 von Schulen und 18 von Jugendgruppen, Einrichtungen der Jugendhilfe und Jugendorganisationen.

Ziel erreicht!

Einer größeren Anzahl Jugendlicher aus Deutschland, Polen und auch aus Drittländern den Besuch von Gedenkstätten zu ermöglichen, war das wichtigste Ziel des Projekts. Zudem sollten sich die Beteiligten über den Besuch der Gedenkstätte hinaus intensiv mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandersetzen und das pädagogische Angebot der Gedenkstätten vor Ort oder auf diese Thematik spezialisierte Bildungseinrichtungen nutzen.

Auf ihrer Sitzung am 25. April dieses Jahres entschied eine Jury über die Förderung von Projekten im Rahmen des Programms "Wege zur Erinnerung". Nach ausführlichen Beratungen wurden 36 Projekte ausgewählt, die die vollen Festbeträge nach DPJW-Richtlinien erhalten.

Obwohl es sich bei allen Anträgen um inhaltlich interessante und anspruchsvolle Projekte handelte, entsprachen nicht alle den Förderkriterien des Programms. Der häufigste Ablehnungsgrund für ein Projekt war der zu knapp bemessene zeitliche Umfang, der für den inhaltlichen Schwerpunkt des Förderprogramms eingeplant war. Eines seiner Kriterien sieht vor, dass ein gefördertes Projekt mindestens die Hälfte der Zeit dem Thema Nationalsozialismus widmen soll.

Überzeugende Vielfalt der Projekte

Sowohl die Vielfalt der Projekte als auch die sehr unterschiedliche Herangehensweise an das Thema Nationalsozialismus - von Pflege- und Erhaltungsarbeiten in Gedenkstätten über Gespräche mit Zeitzeugen bis hin zur künstlerischen Auseinandersetzung - hat die Jury überzeugt. Bei den geplanten Projekten werden die Jugendlichen Bezüge des Themas zur Gegenwart suchen - dabei werden sie sich beispielsweise mit Menschenrechten auseinandersetzen, dem Phänomen Hate Speech auf den Grund gehen oder über die heutige Situation von Minderheiten sprechen.

Für ihre intensive Auseinandersetzung begeben sich die Jugendlichen und ihre Betreuer an unterschiedliche NS-Gedenkstätten in Deutschland und Polen - ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager, Ghettos, Gefängnisse und Euthanasie-Zentren. Die Gruppen besuchen unter anderem die Orte Auschwitz-Birkenau, Majdanek, Treblinka, Stutthof, Gross-Rosen, Bergen-Belsen, Buchenwald, Ravensbrück, Sachsenhausen und Golm.

Durchgeführt werden die Projekte auch u.a. in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte und dem Museum Auschwitz-Birkenau, dem Jüdischen Museum Galicja in Krakau, dem Museum der Geschichte der Polnischen Juden POLIN in Warschau, dem Marek-Edelman-Dialog-Zentrum in Łódź, dem Gustav-Stresemann-Institut in Bad Bevensen, dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm.

An vier Projekten nehmen Jugendliche aus Belarus, Tschechien bzw. der Ukraine teil. So erfahren die deutschen und polnischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch, wie die nationalsozialistische Zeit aus der Perspektive anderer europäischer Länder wahrgenommen wird.

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk wünscht allen Engagierten viel Erfolg bei der Durchführung ihrer gemeinsamen Gedenkstättenprojekte.

Eine Übersicht über die Projekte, die 2016 im Rahmen des Programms "Wege zur Erinnerung" gefördert werden, befindet sich in dem Dokument der "Liste der geförderten Projekte Wege zur Erinnerung 2016" auf dieser Seite.

Information für Interessierte an der Durchführung eines Projekts im Rahmen des Programms "Wege zur Erinnerung" im Förderjahr 2017

Informationen zum Förderprogramm "Wege zur Erinnerung" für das Jahr 2017 werden im Herbst 2016 veröffentlicht.

Die Programmkriterien des Jahres 2016 können Sie dem "Flyer Wege zur Erinnerung 2016" auf dieser Seite entnehmen.

Seite drucken

PROJEKT-KALENDER

Kontakt

 

Piotr Kwiatkowski  (für den schulischen Austausch)

Tel.: +49 331-2847933 (für Anrufende aus Deutschland)

 

Tel.: +48 22-5188932 (für Anrufende aus Polen)

 

E-Mail: piotr.kwiatkowski@pnwm.org

 

Dorota Bastos (für den außerschulischen Austausch)

 

Tel.: +49 331-2847931

 

E-Mail: dorota.bastos@dpjw.org