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Der Deutsch-Polnische Jugendpreis 2014-2016 geht nach Winnenden und Guben

Bereits zum fünften Mal hat das Deutsch-Polnische Jugendwerk den Deutsch-Polnischen Jugendpreis vergeben. Unter dem Titel „Changes/Chances@ work“ hatte das Jugendwerk dazu aufgerufen, deutsch-polnische Projekte rund um das Thema berufliche Orientierung zu organisieren.  Die Sieger sind: die Schule beim Jakobsweg Winnenden und Polski Związek Głuchych aus Warschau in der Kategorie Schulaustausch und der gemeinnützige Berufsbildungsverein aus Guben e.V. und Specjalny Ośrodek Szkolno-Wychowawczy im. Franciszka Ratajczaka aus Rydzyna in der Kategorie außerschulischer Austausch. Die Gewinner des Deutsch-Polnischen Jugendpreises dürfen sich über 2000 Euro je Projektpartner freuen.

Kochshow in Gebärdensprache und Berufsschule

Die Schülerinnen und Schüler aus Winnenden und Warschau befassten sich in ihrem Projekt „Fühle den Geschmack der ZusammenARBEIT!“ mit unterschiedlichen kulinarischen Traditionen in Polen und Deutschland und  bereiteten eine reisende Kochshow vor, die in vier Sprachen entstand: Deutsch, Polnisch, deutsche Gebärdensprache, polnische Gebärdensprache. Damit soll Arbeitgebern das Potential, die Fähigkeiten und Möglichkeiten von  hörgeschädigten und sprachgeschädigten Jugendlichen gezeigt werden.

 

Die Jugendlichen aus Guben und Rydzyna bereiteten sich in ihrem Projekt „Berufsschule – meine positive Wahl“ auf die Berufsorientierung und Berufsfindung vor. Die benachteiligten Jugendlichen erfuhren im Projektverlauf, wie kompliziert Berufsfindung sein kann, und dass sie nicht dem Zufall überlassen werden sollte. Sie lernten verschiedene Berufsbilder kennen und übten, wie man sich selbst vorstellt und präsentiert und wie man seine Stärken und Schwächen definiert.

 

Die polnische First Lady, Agata Kornhauser-Duda, ermunterte die Jugendlichen aus Deutschland und Polen bei der Preisverleihung am 28. Januar 2016 in Warschau zu weiteren gemeinsamen Projekten.

Vier Auszeichnungen vergeben

Neben den beiden Hauptpreisen vergab die deutsch-polnische Jury auch je zwei Auszeichnungen in jeder Kategorie. Im Bereich Schulaustausch wurden ausgezeichnet: die Peter-Paul-Cahensly Schule aus  Limburg an der Lahn und  I Zespoł Szkół im. Stanisława Staszica  aus Wschowa für ihr selbst entwickeltes Spiel zur Berufsorientierung.  Außerdem die SINE-CURA Schule Förderschule für Geistigbehinderte aus Quedlinburg  mit ihrem Partner Specjalny Ośrodek Szkolno Wychowawczy aus Ostrzeszów, die sich in einer Berufewoche mit den Möglichkeiten beschäftigten, die der Arbeitsmarkt in Deutschland und Polen für Menschen mit einer geistigen Behinderung bietet.

 

Im Bereich außerschulischer Austausch erhielten das St.-Ursula-Berufskolleg des Erzbistums Köln aus Düsseldorf und die Akademia Ignatianum aus Kraków für ihr Filmprojekt „Sanfte Superheld/-innen“ über die Anforderungen an den Erzieherberuf die Auszeichnung. Als zweites Projekt zeichnete die Jury die Kooperation zwischen dem Kreis Bergstraße und dem Starostwo Powiatowe Świdnica für ihr Projekt „Berufsmobilität - ein Weg zum Erfolg?“ aus, in dem Jugendlicheerfuhren, wie man sich auf dem globalisierten Arbeitsmarkt zurecht findet. Die Auszeichnungen sind mit je 500 Euro pro Projektpartner dotiert.

 

Insgesamt hatten sich 85 deutsch-polnische Projekte am Wettbewerb beteiligt, 18 nahmen an der Finalrunde teil. Zur Preisverleihung reisten Jugendliche und Betreuer aller Projekte an und warteten gespannt auf die Entscheidung der deutsch-polnischen Jury. Das DPJW lobt den Deutsch-Polnischen Jugendpreis alle drei Jahre aus.

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