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Internationale Begegnungen in der Gedenkstätte Bergen-Belsen - eine Fortbildung für außerschulische und schulische Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Am Dienstag, den 20. Juni 2017 lädt die Gedenkstätte Bergen-Belsen zu einer Fortbildung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ein, die im Rahmen einer internationalen Begegnung oder eines Schüleraustausches die Gedenkstätte besuchen möchten.

Gedenkstätte Bergen-Belsen

Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges richtete die Wehrmacht in Baracken am Rande des Truppenübungsplatzes Bergen ein Lager für belgische und französische Kriegsgefangene ein. Im Frühjahr 1941 wurde das Lagerareal erheblich vergrößert. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion wurden bis zum Herbst 1941 mehr als 21 000 Gefangene aus der Sowjetunion eingeliefert. Allein im Zeitraum vom Juli 1941 bis April 1942 starben 14 000 sowjetische Kriegsgefangene vor allem an Hunger, Seuchen und Kälte.

Im April 1943 übernahm die SS den südlichen Teil des Lagergeländes als "Austauschlager" für jüdische Häftlinge. Im Frühjahr 1944 entschied die SS, das Lagergelände auch für andere Zwecke und weitere Häftlingsgruppen zu nutzen. In der Folge änderten sich der Charakter des Lagers, die Struktur der Häftlingsgesellschaft und vor allem die Lebensbedingungen der Häftlinge dramatisch. Bei der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen am 15. April 1945 fanden britische Soldaten Tausende unbestattete Leichen und Zehntausende todkranke Menschen vor.

Insgesamt 52 000 KZ-Häftlinge aus vielen Ländern Europas kamen im Lager um oder starben unmittelbar nach der Befreiung an den Folgen ihrer Haft.

Nachdem durch die britische Armee Nothospitale eingerichtet worden waren, entstand in der nahe gelegenen Wehrmachtskaserne ein Camp für polnische und jüdische Displaced Persons. Bis 1950 lebten hier im größten jüdischen DP-Camp Deutschlands zeitweilig bis zu 12 000 Überlebende der Schoah.

1952 wurde die Gedenkstätte Bergen-Belsen gegründet.

Inhalte der Fortbildung

Neben dem Kennenlernen des historischen Ortes und der Dauerausstellung legt die Fortbildung einen Schwerpunkt auf die Besonderheit internationaler Programme. Die Fortbildung zeigt auf, welche Fragestellungen gerade mit internationalen Gruppen am historischen Ort aufgegriffen werden und wie unterschiedliche Perspektiven auf Geschichte und Erinnerung sichtbar gemacht werden können. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Materialien, Quellen und Methoden kennen, die in den Bildungsangeboten der Gedenkstätte Bergen-Belsen angewendet werden, und erproben diese teilweise. Außerdem werden praktische Fragen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung besprochen. Auch einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch soll Raum gegeben werden.

Organisatorisches

Die Fortbildung dauert von 10 bis 16 Uhr, die Teilnahme ist kostenfrei.

Bitte melden Sie sich unter Angabe Ihres Namens, ggf. der Institution, für die Sie tätig sind und ggf. Ihrer Fächer, bis zum 16. Juni 2017 unter veranstaltung.bergen-belsen@stiftung-ng.de an.

Referentinnen und Referenten: Monika Brockhaus und Daniel Seifert.

 

Ausführliche Informationen finden Sie im Flyer (in der rechten Spalte).

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PROJEKT-KALENDER

Kontakt

 

Daniel Seifert

Gedenkstätte Bergen-Belsen

Bildung und Begegnung

 

Tel.: +49 (0) 5051 - 4759-173

 

E-Mail: daniel.seifert@stiftung-ng.de

 

http://bergen-belsen.stiftung-ng.de/