Potsdam/ Warschau 11.01.2012. König Fußball spielt 2012 auch beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) eine große Rolle. Rund 60 Teams mit Jugendlichen aus Deutschland, Polen und der Ukraine werden zwischen Februar und Mai in regionalen Streetsoccer-Turnieren gegeneinander antreten. Zum Finale werden dann die verbliebenen zehn Teams vom Jugendwerk nach Lublin eingeladen. Am kommenden Wochenende fällt bereits der Startschuss für das deutsch-polnisch-ukrainische Projekt „TriM - Hattrick für Europa" rund um die Fußball-Europameisterschaft, wenn sich die Organisatoren der 60 Teams zum Vorbereitungsseminar in der Jugendbegegnungsstätte Blossin nahe Berlin treffen.
„Bei unserer TriM geht es um viel mehr als Fußball", sagt der deutsche DPJW-Geschäftsführer Stephan Erb. „Uns geht es vor allem darum, dass sich junge Polen, Ukrainer und Deutsche bei den Projekten kennen lernen." Entsprechend soll das Streetsoccer-Turnier immer nur ein Teil des Programms der Jugendbegegnung sein. Darüber hinaus beschäftigen sich die Jugendlichen mit Themen, die sie etwas angehen. Es geht um Migration, um Kommerz im Fußball, um Familie und Freunde, Schule und Ausbildung, Kult und Kultur. Die Jugendbegegnungen im Rahmen der TriM fördert das DPJW.
„Wir freuen uns besonders, dass wir mit der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, dem Osteuropa-Hilfswerk der katholischen Kirche Renovabis und der Stiftung West-Östliche Begegnungen namhafte Förderer und Partner für dieses Projekt gefunden haben", betont der polnische DPJW-Geschäftsführer Paweł Moras. Dank der Partner wird die trilaterale Ausrichtung des Projektes erst möglich, denn sie ergänzen die Finanzierung an den Stellen, an denen das DPJW nicht mehr fördern darf: Sie finanzieren z.B. die Regionalturniere, die in der Ukraine stattfinden oder übernehmen die Reisekosten für die ukrainischen Teilnehmer.
Vom kommenden Freitag bis Montag treffen sich Organisatoren und Betreuer der 60 Teams aus Polen, Deutschland und der Ukraine zum Vorbereitungsseminar in der Jugendbegegnungsstätte Blossin nahe Berlin. Sie erfahren dort etwas über das gesamte Turnier und haben Gelegenheit, ihre Projekte konkret zu planen. In Arbeitsgruppen und Workshops lernen sie verschiedene Methoden kennen, mit denen sie später in ihren Projekten z. B. zum Thema Migration mit den Jugendlichen arbeiten können.
Der Austausch mit den Ländern Osteuropas ist dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk seit jeher ein Anliegen als Beitrag zu einer weiteren europäischen Integration. Jährlich fördert das DPJW rund 90 deutsch-polnische Jugendbegegnungen mit Ländern aus Osteuropa. Allein 55 Projekte finden mit Partnern aus der Ukraine statt. Das DPJW wurde 1991 von den Regierungen Deutschlands und Polens gegründet und hat seither Begegnungen mit über 2 Millionen jungen Deutschen und Polen gefördert.
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Anke Papenbrock
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