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20 Jahre Deutsch-Polnisches Jugendwerk: Neue Untersuchungen bestätigen die Bedeutung internationaler Jugendbegegnungen

Warschau/ Potsdam. 12.10.2011. Am kommenden Montag, 17. Oktober, begeht das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) in Warschau sein 20-jähriges Bestehen. Ab 16 Uhr unternehmen Fachleute, Praktiker und Freunde des DPJW in der Warschauer Fabryka Trzciny eine gemeinsame Zeitreise durch die vergangenen zwei Jahrzehnte im deutsch-polnischen Jugendaustausch und diskutieren über dessen Perspektiven und Herausforderungen für die Zukunft.

 

Eine der Grundlagen für die Diskussion über die Zukunft des deutsch-polnischen Jugendaustauschs ist die neue Publikation Begegnung schafft Perspektiven. Empirische Einblicke in internationale Jugendbegegnungen. „Mit dieser Publikation stellen wir die Ergebnisse einer der größten wissenschaftlichen Studien vor, die bisher im Bereich internationaler Jugendbegegnungen durchgeführt wurden", erläutert Paweł Moras, Geschäftsführer des Deutsch-Polnischen Jugendwerks. Fast 6000 Fragebögen, die zwischen 2005 und 2010 von jugendlichen Teilnehmern aus Deutschland, Polen und Frankreich und deren Betreuern ausgefüllt wurden, gingen in die Untersuchung ein. Alle nahmen an vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk oder vom Deutsch-Französischen Jugendwerk geförderten Jugendbegegnungen teil. „Wir freuen uns, dass wir dieses Projekt pünktlich zum 20-jährigen Bestehen des DPJW abschließen konnten, sagt Moras. „Noch mehr freuen wir uns über die positiven Untersuchungsergebnisse. Sie zeigen deutlich die Bedeutung von internationalem Jugendaustausch für das Leben junger Menschen."

 

Internationale Jugendbegegnungen haben goßen Einfluss auf ihre Teilnehmer, zeigt die Studie. Für etwa die Hälfte der Befragten war der Jugendaustausch ihre erste Begegnung mit dem anderen Land. Sie wurde zur Grundlage für die interkulturellen Erfahrungen der jungen Menschen: ein Großteil von ihnen hat Lust bekommen, weitere Länder und Kulturen kennen zu lernen und kann sich vorstellen, für länger ins Ausland zu gehen. Bei vielen entwickelte sich durch die Teilnahme am Jugendaustausch ein dauerhaftes freiwilliges Engagement - nebenbei verbesserten sie ihre Sprachkenntnisse. Die Autoren der Studie, Judith Dubiski und Dr. Wolfgang Ilg, benennen allerdings auch die Herausforderungen für die Anbieter von deutsch-polnischem Jugendaustausch: Es gelingt bisher zu wenig, Jugendliche aus allen Teilen der Gesellschaft gleichermaßen anzusprechen.

 

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Verständigung junger Deutscher und Polen zu verbessern. Zu diesem Zweck fördert es deutsch-polnische oder trilaterale Jugendbegegnungen finanziell und unterstützt die Organisatoren bei der inhaltlichen Planung. Bislang hat das DPJW mehr als 50.000 Begegnungen mit mehr als zwei Millionen jungen Menschen gefördert. Gegründet wurde es 1991 zusammen mit dem Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland. Die Präsidenten beider Länder, Christian Wulff und Bronisław Komorowski, sind Schirmherren des DPJW. Während der Jubiläumsfeierlichkeiten am 17. Juni dieses Jahres in Berlin überreichten sie besonders Engagierten des deutsch-polnischen Jugendaustauschs die Auszeichnung „Guter Nachbar".

 



Medienkontakt:

Deutsch-Polnisches Jugendwerk

Anke Papenbrock

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: +49-172-3147344

Mail: anke.papenbrock[at]dpjw.org