Potsdam/Warschau 09.06.2011
Im Mittelpunkt steht die Begegnung. Junge Polen und Deutsche sollen sich kennen lernen und durch den Blick über den Tellerrand mehr Verständnis für die jeweiligen Nachbarn entwickeln. So wollten es die Gründer des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW), die Regierungen Deutschlands und Polens, vor 20 Jahren.
Und die Idee ist aufgegangen. Rund 50.000 Begegnungen zwischen Schulklassen, Pfadfindern, Chören oder jungen Vereinsmitgliedern hat das DPJW seither gefördert. Mittlerweile haben sich insgesamt mehr als zwei Millionen junge Leute aus beiden Ländern kennen gelernt.
Dem Jugendwerk ist der 20. Geburtstag Anlass, all jene ins Rampenlicht zu rücken, die maßgeblich zur Erfolgsstory des DPJW beigetragen haben. Ohne Lehrer und Vereinsmitglieder, die zumeist in ihrer Freizeit Programme für deutsch-polnische Begegnungen ausdenken, Busunternehmen anheuern, Sponsoren suchen und die Jugendlichen rund um die Uhr betreuen, ließe sich diese Erfolgsgeschichte nicht erzählen.
"Wir möchten uns bei denen bedanken, die sich seit Jahren unermüdlich für den deutsch-polnischen Jugendaustausch engagieren", betont DPJW-Geschäftsführer Stephan Erb. "Aus diesem Grund verleihen wir stellvertretend an besonders Engagierte den "Guten Nachbarn". Aus 700 Einsendungen hat eine deutsch-polnische Jury zehn Personen und sechs Partnerschaften ausgewählt.
Wenn das DPJW am 17. Juni mit Freunden und Förderern seinen Geburtstag feiert, erwartet es hohen Besuch: Die beiden Schirmherren des Jugendwerks, Bundespräsident Christian Wulff und der polnische Staatspräsident Bronisław Komorowski, werden als Ehrengäste die Festreden halten. Anschließend werden die beiden Staatsoberhäupter die Auszeichnungen an die "Guten Nachbarn" verleihen.
Anlässlich seines 20. Geburtstags bietet das Jugendwerk eine Reihe von Veranstaltungen und Projekte, bei denen die Akteure des Jugendaustauschs ihre Ideen, Projekte und Erfahrungen präsentieren und diskutieren können. Seit dem 20. Mai und noch bis 21. Juni läuft die Aktion "dzien.de | der-tag.pl", während der Jugendliche aus beiden Ländern von der Modenschau bis zum Kochwettbewerb insgesamt rund 200 Projekte rund um das Nachbarland organisieren.
Die deutsch-polnische Regierungskommission für Zusammenarbeit im Bildungsbereich wird Gast bei einem Projekt im Rahmen von "dzien.de | der-tag.pl" sein. "Mickiewicz trifft Goethe" heißt das deutsch-polnische Theaterstück, zu dem am 20. Juni Schüler des Warschauer Goethe-Gymnasiums zusammen mit ihren Partnern vom Helmholtz-Gymnasium aus Hilden einladen.
Den Reigen der Jubiläumsveranstaltungen beschließt eine Fachkonferenz für die Partnerorganisationen und Multiplikatoren des DPJW. Am 17. Oktober will das Jugendwerk zusammen mit den Konferenzteilnehmern Perspektiven für den deutsch-polnischen Austausch entwickeln und über den Nutzen des deutsch-polnischen Jugendaustausches und seinen Einfluss auf die Biographien der Teilnehmer beraten.
Anke Papenbrock
Deutsch-Polnisches Jugendwerk
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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